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Merkenbrechts 1, 3800 Göpfritz an der Wild, Österreich

Gewinnung und Pferdehaltung

Unsere Haflingerstuten und ihre Fohlen, leben bei uns am Wegwartehof in geräumigen Boxen, bzw. in großen Laufställen. Zu jeder Jahreszeit verbringen sie einen Gutteil des Tages auf der Weide. Bei uns am Wegwartehof kommen die Fohlen am Morgen gemeinsam in den „Kindergarten“ (Laufstall), der sich gleich neben den Boxen befindet. Dort toben sie sich während des Tages mit den anderen Fohlen aus. In dieser Zeit werden die Stuten mehrmals von Hand gemolken. Am Nachmittag kommen die Fohlen wieder zu den Mutterstuten, gehen mit diesen auf die Weide und verbringen die Nacht gemeinsam mit der Herde.
Selbstverständlich beginnen wir mit dem Melken der Stuten erst, wenn die Fohlen groß genug sind, eigenständig auch anderes Futter aufzunehmen.
Stutenmilchgewinnung ist sehr aufwändig. Eine durchschnittliche Stute gibt trotz mehrmaligem Melken nur ca. 2 l Milch pro Tag. Hat die Stute keinen täglichen Kontakt zu ihrem Fohlen, stellt sie die Produktion innerhalb kürzester Zeit ein.

Gesunde Pferde geben gesunde Stutenmilch

Demeter steht für wesensgemäße Tierhaltung. Das bedeutet, dass wir am Wegwartehof nicht nur auf maximale Milchleistung achten, sondern viel mehr darauf, dass die Tiere gesund sind und sich wohl fühlen. Dann ist die Milchleistung vielleicht nicht optimiert, dafür ist unsere Stutenmilch besonders gut.
Zur Tiergesundheit gehört auch eine ganzheitliche tierärztliche Betreuung. Unsere Tierärztin Nicole Herout begleitet die Wegwartehof-Herde seit vielen Jahren und kennt unsere Stuten beim Namen.

Eine Herde die sich wohlfühlt

Dass es unseren Stuten gut geht sieht man ihnen an und man spürt es im täglichen Umgang mit ihnen. Die Kinder und Erwachsenen die unsere Reitangebote nutzen sind immer wieder begeistert, wie brav und lieb unsere Pferde sind. Das ist die beste Bestätigung dafür, dass sich unsere Wegwartehof-Herde rundherum wohl fühlt.

 

Geschichte der Stutenmilch

Kleopatra, Marco Polo und Leo Tolstoi

sind die berühmtesten Stutenmilch-Fans der Geschichte. „Ich verdanke der Stutenmilch die erfolgreiche Behandlung meiner Leiden. Sie regeneriert meinen Körper und beflügelt meinen Geist.” (Leo Tolstoi)

Bereits vor 3000 Jahren schätzten die Chinesen und Ägypter die Wirkung der Stutenmilch. Wohlbekannt ist Kleopatras Schönheit, die sie durch Bäder in Stutenmilch unterstützte. Die naturbelassene Stutenmilch war schon im Altertum ein Nahrungs- und Heilmittel der östlichen Völker. In Russland gibt es bereits seit der Zarenzeit zahlreiche Stutenmilchsanatorien. Noch heute wird die Stutenmilch aus großen Gestüten im nördlichen Kaukasus täglich frisch in den Kreml gebracht.

Mittlerweile wird die Wirkung der Stutenmilch auch von der westlichen Medizin entdeckt. Die moderne Medizin erkennt nach und nach die Wirksamkeit – so gibt es in Deutschland eine REHA-Klinik in Graal-Müritz, die gezielt Stutenmilchkuren einsetzt.
In neuester Zeit richtet auch die universitäre Forschung ein Augenmerk auf Zusammensetzung und Wirksamkeit der Stutenmilch.
 

Stutenmilch Fachliteratur

Zusammenfassung Studie: „Stutenmilch bei Neurodermitis?” Doreen Gille, Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP, Bern

Foekel C. Dietetic effects of oral intervention with mare’s milk on the Severity Scoring of Atopic Dermatitis, on fecal microbiota and on immunological parameters in patients with atopic der-matitis. International Journal of Food Science and Nutrition. 2009; 1-12

Diplomarbeit: „Effekte einer längerfristigen Stutenmilcheinnahme auf die gesundheitliche Lage mit besonderer Berücksichtigung von Haut- und Darmerkrankungen – Ergebnisse einer Fragebogenerhebung” von Lydia Pechmann 

Vortrag: „Stutenmilch – Beeinflussung durch die Ernährung und ihre diätetische Bedeutung” von PD Dr. habil. Rainer Schubert. Friedrich-Schiller-Universität Jena 

Studie: „Ergebnisse einer Interventionsstudie zur Wirksamkeit der Stutenmilch als Diätetikum für die Unterstützung der Therapierung von Magen-Darm- und Hauterkrankungen” von R. Schubert, Claudia Kahle, G. Jahreis. Friedrich-Schiller-Universität Jena 

Zusammengefasste Untersuchungsergebnisse: „Hat Stutenmilch eine therapieunterstützende Wirkung bei CED?”