Archiv für die Kategorie „Landwirtschaft”

Heiße Covergirls!

22. Juni 2015 von Martina Nachtsheim

Unsere Sabella und unsere Jacky zieren das Cover des großartigen Starke Pferde Magazins - das freut uns so richtig! Die beiden marschieren frühmorgens durch die Goldmelisse. Das ist gut für die Pflanzen und schlecht fürs Unkraut, genau so wie es sein soll. Freude macht es Mensch und Pferd und der Traktor darf gerne stehen bleiben, dafür ist vor allem der Boden unter Sabellas Hufen dankbar.


Sabella und Jacky arbeiten konzentriert im Kräuterfeld. Ein großartiges Team!



Und man kann sagen es ist an sich schon eine Freude mit der eigenen Arbeit auf ein Cover zu gelangen, was aber das allerbeste ist, ist dass dahinter auch noch richtig gute Inhalte stehen. Unser lieben Freunde Eva und Wolfgang Ehmeier haben speziell für Ihre Hofkramerei etwas ganz neues kreiert nämlich das "PRÄDIKAT PFERDVOLL". Damit wurden auch unsere Wegwartehof-Produkte gekrönt.
Das Prädikat Pferdvoll ist definitiv nachlesenswert am besten hier: Hofkramerei und natürlich direkt im Magazin Starke Pferde (ah ja, und übrigens ein Abo für die Starke Pferde ist ein Geschenk, mit dem man ganz viel Freude macht!)

Klein anfangen!

15. April 2015 von Martina Nachtsheim

Gleich werden sie zu einzelnen Samen zerrieselt. Der Anfang von unserer Ringelblumenblütenpracht.

Unsere Ringelblumensamen haben wir im letzten Jahr bei uns am Hof geerntet. Streng selektiert, damit auch in diesem Jahr die allerschönsten Ringelblumen bei uns blühen. Und jetzt, wo das Wetter frühlingsfreundlich ist, säen wir sie in die Erde. Und irgendwie haben es diese kleinen Calendulas besonders gut. Sie wissen nämlich schon genau, was einmal aus ihnen wird: Strahlende orange leuchtende Blüten mit unglaublicher Kraft für unsere feine Demeter-Pflege und unsere Demeter-Tees.


Ein Segen für die Haut!

Ein Segen für die Haut

Die Kraft der Ringelblume ist so unglaublich, dass sie einen immer wieder staunen lässt. sie wurde bereits in den antiken griechischen, römischen, arabischen und indischen Kulturen als Heilpflanze verwendet. Die Anti-Aging-Eigenschaften eines Ringelblumenöles kannten auch die alten Ägypter, heute führt man das auf den hohen Anteil an Carotinoiden, Phytosterolen und essenziellen Fettsäuren zurück.

Generationen von Bäuerinnen bereiteten schon vor Jahrhunderten aus der Ringelblume einen heilungsfördernden Gesundheitstee. So wirkt sie bei innerlichen Anwendung (also als Tee getrunken) beruhigend, entspannend, belebend und entzündungshemmend. Äußerlich angewendet ist die Ringelblume für alle Wunden und Hautschäden unentbehrlich. Die Ringelblume trägt zu einer raschen Regeneration der Haut- und Wundheilung bei, sie wirkt gewebestärkend und antibakteriell. Und so wirkt sie in unserer Körperlotion und in unserem Ringelblumenbalsam - sie pflegt und unterstützt die natürliche Schönheit. Herz was willst Du mehr.

Nicht jedEr freut sich an ihr

Als alter Ringelblumenfan, der ich nunmal bin, sorge ich dafür, dass sie an vielen Stellen blüht und mich und die Insekten erfreut - da bin auch noch stolz darauf. Wenn man zum Beispiel am Feld Minze setzt, dann ists doch einfach schön, wenn zwischen zwei Minzesorten ein paar Ringelblümchen blühen. Genau. Die werden dann allerdings regelmäßig Opfer von jätfreudigen PraktikantInnen, die noch kein Auge für meine Ringelblumenmission haben. Egal, ich säe wieder!
Und dann ist da noch Rosi unsere Blumenfee, die hilft uns im Blütengarten. Und ich hab ihr ganz stolz meine klitzekleine Ringelblumeninsel im bunten Blumenbeet gezeigt. Zweimal. Beim ersten Mal hat die Rosi nämlich nichts dazu gesagt. Und beim zweiten Mal hat sie mich dann aufgeklärt, dass die Ringelblumen schon schön seien, aber dass wir sie dort auch nie mehr wegbringen, weil sie sich so gerne überall verbreiten. Tja, Guerilla Gardening eben.

Es ist noch ein bißchen Zeit bis zur Ernte. Wir freuen uns schon drauf!

Übrigens

In der guten alten Zeit war eine Ringelblume im Garten oft besser als ein Wetterbericht: Waren die Blüten beim Aufstehen schon geöffnet, blieb es den ganzen Tag schön. Nach sieben Uhr früh noch geschlossene Blüten kündigten Regen an. Aber nicht nur für die Wetterdeutung war die Ringelblume gut, mit ihr konnte man auch die Butter gelber machen und den Safran strecken. Eine echte Allrounderin eben.

Wer es genau wissen möchte, was so alles in der Ringelblume steckt

ätherische Öle, Beta-Sitosterol (Stigmasterol), Bitterstoffe, Carotinoide (Xanthophylle), Eiweißstoffe, Fettsäuren, Flavonoide (Quercitrin- und Isorhamnitringlycoside), Harz, Polysaccharide, Salizylsäure, Saponine (Calendula-Sapogenin), Sesquiterpene (Cadinol, Jonon), Taraxasterol, Violaxanthin, Wachs. Und dann auch noch so wunderschön, wirkliche eine Goldblume!

19 – Da klopft mein Herz im Freudentakt!

19. Dezember 2013 von Martina Nachtsheim

Eine ganz persönliche Liebeserklärung an das Arbeiten mit Pferden

Eine Liebeserklärung.

Das klobige Geschirr anlegen, die Vorfreude spüren. Die Leinen in die Hand nehmen und raus aufs Feld, ein unvergleichlich rhythmisches Geräusch begleitet den Weg. Stehenbleiben. Die Hacke anhängen. Konzentrieren. Und jetzt ein deutliches und kehliges: "Whüa." Der Blick pendelt zwischen zwei knackigen Pobacken und dem Boden unter dem Gerät. Schritt für Schritt das Feld hinauf. Schritt für Schritt das Feld hinunter. Wieder hinauf. Jeden Meter Erde unter den Füßen spüren. Schnaufen. Jacke auf, weiter. Die Freude geht von einem Ohr zum anderen, von der kleinen rechten Zehenspitze bis zum linken Ohrlapperl, das Herz klopft im Freudentakt: Das muss Liebe sein!


Konzentrierte Herausforderung und Freude ist die Arbeit in unseren hohen Kulturen.

Als das Wünschen noch geholfen hat

Irgendwann hat es für mich begonnen, das Arbeiten mit den Pferden. Jedes Teil war mir fremd, das schwere Kummet, der Lederüberwurf mit den Ketten, die Kommandos. Dann waren wir im Wald. Da habe ich zum ersten Mal gespürt, wie es ist, wenn das Pferd zum echten Partner bei der Arbeit wird. Mitdenkt. Mittut. Und ich oft weniger begreife als das Pferd.

Immer wieder habe ich mir gewünscht, mehr zu lernen über das landwirtschaftliche Arbeiten mit den Pferden. Kurse besucht, Praktika gemacht, Fachliteratur gelesen. Stets mit der zweifelnden Frage, ob ich es wohl je kapieren oder gar können kann, das richtige zeitgemäße Pferdearbeiten.

Letztes Jahr habe ich in den Raunächten dreizehn Wünsche ans Universum übergeben. Einer davon war, dass es in meinem Leben guten Raum für qualitätsvolles Arbeiten mit den Pferden gibt. Und, juhuu!, dieser Wunsch wurde mir erfüllt. Ach, ich sage Dir, mir begegnen einzigartige Menschen auf diesem Weg und was ich über die Pferde dazu lernen darf ist spannend zum Quadrat. Liebenswerte, gestandene Leute, die wissen was sie tun und ihr wissen und auch die Begeisterung gerne teilen. Und die Pferde, ja, die Pferde wachsen um zwei Zentimeter, wenn sie das Kummet angezogen bekommen.


Da klopft mein Herz im Freudentakt: Ein Sommermorgen am Kräuterfeld.


Jetzt erst weiß ich, was "ein stolzes Pferd" wirklich ist. Ich glaube, er kommt daher, dass die Pferde das Arbeiten seit Jahrhunderten im Blut haben. Sie waren stets der arbeitende Begleiter von uns Menschen. Bis sie dann zum reinen Freizeitvergnügen umfuntkioniert wurden. Und wenn die Pferde endlich das machen dürfen, was ihre Bestimmung ist, dann strahlen sie eine neue tiefe Zufriedenheit aus und sie gehen selbstbewusst zum nächsten Acker. Und ich hinten drein, welch Freude!


Zufrieden, müde und selbstbewusst macht das Arbeiten mit den Pferden

Die Welt wird heller, strahlender, besser!

Wir alle müssen immer wieder unsere Entscheidungen treffen, ob wir etwas tun, ob wir etwas nicht tun. Die Zeit ist knapp. Ich stelle mir da oft die Frage: "Wird die Welt ein hellerer, strahlender, besserer Ort, wenn ich das jetzt mache? Dreht sich die Welt weiter, wenn ich das jetzt nicht mache?" Wenns um die Arbeit mit den Pferden geht, dann kann ich frohen Mutes sagen: Ja, die Welt wird heller, strahlender und besser. Und nein, sie würde sich nicht weiter drehen!
Schritt für Schritt darf ich mehr lernen, ausprobieren, falsch machen, besser machen, mal weniger mal mehr machen. Der Wegwartehof ist ein spezieller Ort und dass hier die besten Haflinger zu Hause sind, versteht sich von selbst. Dass wir immer mehr und immer öfter unsere Pferde einspannen und mit ihnen gemeinsam ackern, erfüllt mich mit Freude. Und die teile ich heute mit Dir!

Übrigens gibt es im kommenden Jahr ganz spannende Kurse zum Thema: Pferdearbeitskurse am Wegwartehof

Weiterschmökern

Kitschig, kommerziell, vermenschlichend, keine Haflinger. Trotzdem so richtig erfrischen, die Budweiser Clydesdales:


11 – Rettet das Huhn!

11. Dezember 2013 von Martina Nachtsheim

Es ist nicht Ostern.

Es ist nicht Ostern. Am Christbaum hängen Kugeln und keine Eier. Schade eigentlich. Vielleicht sollte man das ändern. Weiterlesen »

8 – Der Demeter-Bauer und die Liebe

08. Dezember 2013 von Martina Nachtsheim

An kalten Wintertagen über die Landwirtschaft und die Liebe philosophieren. Berührend und wichtig!

Ein Adventfenster für eine ganz besondere Liebe: Die Liebe der Demeter Bäuerinnen und Bauern zu unserer Schöpfung. Der folgende Text hat mir, als ich ihn das erste Mal in der "Lebendigen Erde" gelesen habe zu Tränen gerührt. Und nicht nur mich, anderen BäuerInnen ging es gleich. Ich finde den Artikel von Sebastian Gronbach so wichtig, dass ich ihn gebeten habe, ihn hier im Wegwartehof-Blog veröffentlichen zu dürfen. Weiterlesen »